Aufstehhilfen für Sessel und Bett – Komfortable Unterstützung
Aufstehhilfen unterstützen Sie dabei, komfortabel aus dem Sessel oder Bett hochzukommen. Dieser Ratgeber zeigt die verschiedenen Typen und hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.
Komfort-Alltagshilfe: Aufstehhilfen sind praktische Unterstützung für mehr Komfort – keine medizinische Vorsorge. Bei ernsthaften Bewegungsproblemen oder Kraftverlust konsultieren Sie Ihren Arzt oder eine Physiotherapeutin.
Verschiedene Arten von Aufstehhilfen
Es gibt unterschiedliche Aufstehhilfen je nach Situation. Eine einfache Aufstehhilfe ist ein stabiler Rahmen mit Griffen an beiden Seiten, den Sie vor sich aufstellen und zum Hochziehen nutzen. Eine Sesselaufstehhilfe hat armstützen auf der Rückseite, die Ihnen beim Hochkommen helfen. Ein Betttisch oder Bettgurt ist ein langes Tuch oder ein Griff, das über das Bettende gespannt wird – Sie halten sich daran fest und können sich damit nach oben ziehen. Es gibt auch Sessellift-Systeme, die Sie langsam nach oben bewegen (motorisiert). Ein Kissen mit Griff ist eine einfache, tragbare Variante, die Sie unter dem Sessel oder Bett lagern können.
Die klassische Aufstehhilfe – wie sie funktioniert
Eine klassische Aufstehhilfe besteht aus zwei stabilen Metallbeinen, die zusammenlaufen und zwei oder vier Griffpunkte haben. So funktioniert es: Sie sitzen im Sessel oder auf der Bettkante, schieben die Aufstehhilfe zu sich heran und greifen die Griffe mit beiden Händen. Dann drücken Sie sich mit den Beinen nach oben und ziehen sich gleichzeitig an der Hilfe nach oben. Der Rahmen gibt Ihnen Halt, sodass Sie nicht wegrutschen, und die Griffe unterstützen Ihre Arme. Dies macht das Aufstehen weniger anstrengend als ganz ohne Hilfe.
Betttische und Griffstangen für das Bett
Ein Betttisch wird von oben über das Bett gezogen – es ist wie ein stabiler Griff, an dem Sie sich beim Hochkommen festhalten können. Ein Bettgurt ist ähnlich, aber ein langes Tuch. Manche sind abnehmbar, andere sind fest an der Bettstruktur befestigt. Der Vorteil: Sie brauchen keinen stabilen Rahmen neben dem Bett und können überall im Bett hochziehen – am Kopfende, in der Mitte oder am Fußende. Ein Griffstab oder Bettstütze ist eine kleine Variante, die Sie neben sich ins Bett legen können und daran hochziehen. Für Menschen mit Rückenproblemen kann das Hochziehen am Betttisch weniger belastend für den Rücken sein.
Sessellift-Systeme – die motorisierte Variante
Ein Sessellift-System ist eine motorisierte Aufstehhilfe. Der Sessel selbst oder ein separates Kissen wird langsam nach vorne geneigt, wodurch die Person automatisch in eine stehende Position gebracht wird. Das ist besonders hilfreich für Menschen mit sehr schwacher Muskelkraft oder bei chronischen Rückenschmerzen. Der Sessellift braucht eine Stromquelle und kann je nach Modell 100 bis 200 kg tragen. Der Nachteil: Diese Systeme sind teurer und brauchen Platz, wenn sie nicht benutzt werden.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Wichtig ist vor allem Stabilität – die Aufstehhilfe muss fest stehen und darf nicht wackeln. Achten Sie auf rutschfeste Griffe und möglicherweise rutschfeste Füße, damit die Hilfe nicht auf glattem Boden verrutscht. Die Griffhöhe sollte zu Ihnen passen – normalerweise etwa auf Handgelenkhöhe, wenn Sie aufrecht stehen. Zu hohe oder zu niedrige Griffe machen das Aufstehen unbequem. Testen Sie vor dem Kauf die Breite: Die Griffe sollten nicht zu nah beieinander sein (unbequem) und nicht zu weit auseinander (zu weit zu greifen). Das Material sollte stabil aber nicht zu schwer sein – wenn Sie die Hilfe regelmäßig bewegen, brauchen Sie eine, die Sie handhaben können. Überprüfen Sie auch die maximale Traglast.
Richtige Anwendung und Sicherheit
Üben Sie zunächst in ruhiger Umgebung. Positionieren Sie die Aufstehhilfe sicher vor Ihnen, bevor Sie versuchen hochzukommen. Greifen Sie mit beiden Händen festig zu und bewegen Sie Ihren Körper langsam nach oben – nicht ruckartig. Wenn möglich, legen Sie Ihre Füße schulterbreit auseinander – das gibt mehr Stabilität. Tragen Sie geeignetes Schuhwerk mit guter Bodenhaftung – Socken oder Hausschuhe ohne Sohle sind riskant. Nutzen Sie die Aufstehhilfe täglich – mit regelmäßiger Nutzung fühlt sich der Umgang sicherer an.
Kombiniert mit anderen Hilfsmitteln
Aufstehhilfen funktionieren besonders gut, wenn sie mit anderen Hilfsmitteln kombiniert werden. Ein Haltegriff im Bad gibt zusätzlichen Halt im Badezimmer. Ein rutschfester Untergrund im Wohn- und Schlafzimmer reduziert Ausrutschrisiken. Ein stabiler Rollator kann für längere Wege durchs Haus oder draußen helfen. Ein gutes Licht im Schlaf- und Wohnzimmer vermindert Stolpergefahren. Zusammen schaffen diese Hilfsmittel ein sicheres Umfeld.