Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mehr erfahren

Dieser Ratgeber enthält Produkt-Hinweise. Die Auswahl wurde redaktionell recherchiert und verglichen.

Gerätepflege 2026

Kalibrierung von CO2-Messgeräten verstehen

Warum auch das beste NDIR-Messgerät gelegentlich einen Abgleich braucht.

Ein CO2-Messgerät misst nicht auf ewig gleichbleibend genau. Wie viele Sensoren driftet auch ein NDIR-Sensor über Monate und Jahre langsam von seinem ursprünglichen Referenzpunkt ab – ein normaler physikalischer Effekt, dem Hersteller mit einer regelmäßigen Kalibrierung begegnen.

Die gute Nachricht: Bei den meisten modernen Geräten läuft dieser Abgleich automatisch im Hintergrund, ohne dass Sie aktiv etwas tun müssen. Zu verstehen, wie dieser Mechanismus funktioniert, hilft aber, das Gerät optimal zu nutzen und mögliche Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Wie die automatische Kalibrierung funktioniert

Viele NDIR-Sensoren nutzen ein Verfahren, das häufig als "automatische Basiskalibrierung" oder ABC-Kalibrierung (Automatic Baseline Correction) bezeichnet wird. Die zugrundeliegende Annahme: Über einen längeren Zeitraum – oft mehrere Tage – sinkt der CO2-Wert in normal genutzten Räumen irgendwann auf ein Niveau nahe dem der Außenluft, etwa nachts oder bei regelmäßigem Lüften. Der Sensor merkt sich diesen niedrigsten gemessenen Wert und nutzt ihn als neuen Referenzpunkt für künftige Messungen.

Dieses Verfahren funktioniert zuverlässig, solange der Raum tatsächlich regelmäßig ausreichend gelüftet wird. In Räumen, die dauerhaft nur wenig frische Luft erhalten, fehlt der automatischen Kalibrierung diese Referenz – ein weiterer Grund, warum regelmäßiges Lüften nicht nur der Luftqualität selbst, sondern auch der langfristigen Messgenauigkeit zugutekommt.

TFA Dostmann AIRCO2NTROL 5000 CO2-Messgerät mit Datenlogger

TFA Dostmann AIRCO2NTROL 5000 CO2-Messgerät mit Datenlogger

133,27 €

maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

Preis auf Amazon prüfen

Manuelle Kalibrierung: Wann sie sinnvoll ist

Manche Geräte bieten zusätzlich eine manuelle Kalibrierungsfunktion, mit der sich der Sensor gezielt auf einen bekannten Referenzwert einstellen lässt, etwa nach längerer Standzeit oder bei einem Umzug in eine neue Umgebung. Die konkrete Vorgehensweise – etwa welche Taste wie lange gedrückt werden muss – unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller deutlich. Verlassen Sie sich hier ausschließlich auf die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts, statt allgemeine Anleitungen aus dem Internet zu übertragen.

Anzeichen für einen nötigen Abgleich

Ein Hinweis auf möglichen Kalibrierungsbedarf ist, wenn das Gerät auch bei weit geöffnetem Fenster und frischer Außenluft dauerhaft ungewöhnlich hohe Werte anzeigt, die nicht plausibel erscheinen. In diesem Fall lohnt sich ein Blick in die Herstelleranleitung zur manuellen Kalibrierung oder gegebenenfalls eine Kontaktaufnahme mit dem Support des Herstellers.

Kalibrierung als Teil der regelmäßigen Nutzung

Wer sein Gerät nach den Empfehlungen im Ratgeber Messgerät richtig platzieren aufstellt und regelmäßig stoßlüftet, schafft automatisch gute Voraussetzungen für eine funktionierende automatische Kalibrierung. Weitere technische Hintergründe zum Sensorprinzip selbst finden Sie im Ratgeber NDIR-Sensor-Technik erklärt.

Wer den Verlauf der eigenen Werte über Zeit beobachtet, erkennt einen möglichen Kalibrierungsbedarf oft früher – mehr dazu im Ratgeber ppm-Verlauf verstehen statt nur Momentwert.

FAQ

Was bedeutet Kalibrierung bei einem CO2-Messgerät?
Kalibrierung beschreibt den Vorgang, bei dem der Sensor auf einen bekannten Referenzwert abgeglichen wird, damit die angezeigten Werte über die Zeit korrekt bleiben. Ohne Kalibrierung kann sich die Anzeige eines Sensors über Monate oder Jahre schleichend von der Realität entfernen.
Was ist die automatische ABC-Kalibrierung?
Viele NDIR-Sensoren nutzen eine automatische Kalibrierungsfunktion, die davon ausgeht, dass die Raumluft über einen längeren Zeitraum – meist mehrere Tage – irgendwann auf ein Niveau nahe dem CO2-Gehalt der Außenluft absinkt, etwa nachts oder bei regelmäßigem Lüften. Diesen niedrigsten gemessenen Wert nutzt der Sensor dann automatisch als neuen Referenzpunkt.
Muss ich mein Gerät manuell kalibrieren?
Das hängt vom Modell ab. Manche Geräte kalibrieren sich vollautomatisch im Hintergrund, andere bieten zusätzlich eine manuelle Kalibrierungsfunktion an. Die genaue Vorgehensweise unterscheidet sich zwischen Herstellern deutlich – halten Sie sich hier an die jeweilige Bedienungsanleitung.
Was passiert, wenn ein Gerät nie an Frischluft kommt?
Steht ein Gerät dauerhaft in einem Raum, der nie ausreichend gelüftet wird, fehlt der automatischen Kalibrierung die Referenz an sauberer Außenluft. In solchen Fällen kann sich die Anzeige über die Zeit von der Realität entfernen – regelmäßiges Lüften hilft also nicht nur der Raumluft, sondern auch der Messgenauigkeit des Geräts selbst.