Heizperiode & Raumklima
Luftbefeuchter gegen trockene Heizungsluft: So funktioniert es
Warum die Heizung die Luftfeuchtigkeit senkt und wie ein Luftbefeuchter gezielt gegensteuert.
Jeden Winter dasselbe Muster: Die Heizung läuft, die Fenster bleiben zu, und trotzdem fühlt sich die Luft trocken an. Das liegt nicht an der Heizung selbst, sondern an einem physikalischen Grundprinzip: Kalte Außenluft enthält absolut wenig Wasserdampf. Wird diese Luft in der Wohnung erwärmt, bleibt die absolute Wassermenge gleich, doch die relative Luftfeuchtigkeit — also der Wert, den Ihr Hygrometer anzeigt — sinkt spürbar.
Das Ergebnis: Ohne Gegenmaßnahmen liegen viele Wohnungen während der Heizperiode dauerhaft im Bereich von 25 bis 35 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit — deutlich unter dem, was die meisten Menschen als angenehm empfinden.
Was ein Luftbefeuchter konkret bewirkt
Ein Ultraschall-Luftbefeuchter erzeugt feinen Wassernebel und gibt ihn aktiv an die Raumluft ab. Dadurch steigt die relative Luftfeuchtigkeit gezielt an, ohne dass Sie die Heizung herunterregeln oder auf Wärme verzichten müssen. Mit einem eingebauten Hygrostat lässt sich der Zielwert automatisch halten, sodass der Nebelausstoß stoppt, sobald die gewünschte Feuchtigkeit erreicht ist.
GuterWal L1 Ultraschall-Luftbefeuchter, 4,5 L Tank, bis zu 35 Stunden Laufzeit, leise unter 38 dB, 280 ml/h, Kaltvernebler mit Schlafmodus, für Räume bis 30 m², ideal für Schlafzimmer, Büro & Zuhause
76,95 €
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Preis auf Amazon prüfenEine stromlose Alternative sind Verdunster am Heizkörper: Sie nutzen die Heizungswärme selbst, um Wasser langsam verdunsten zu lassen. Die Wirkung ist geringer und lokaler als bei einem elektrischen Gerät, dafür entstehen keine Betriebskosten und kein Betriebsgeräusch.
Warum reines Lüften nicht ausreicht
Stoßlüften ist wichtig für den Luftaustausch und gegen verbrauchte Raumluft, ändert aber nichts an der grundlegenden Trockenheit: Die frische Außenluft im Winter ist ebenfalls arm an Wasserdampf und wird nach dem Erwärmen im Raum genauso trocken wie zuvor. Lüften und Luftbefeuchtung ergänzen sich daher, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.
Den richtigen Wert im Blick behalten
Damit Sie nicht über das Ziel hinausschießen, lohnt sich die Kontrolle mit einem Hygrometer: Zu hohe Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum kann Schimmelbildung begünstigen, besonders an kalten Außenwänden. Die passenden Richtwerte je Raum finden Sie im Ratgeber Optimale Luftfeuchtigkeit im Winter.
Wer zwischen elektrischem Gerät und stromlosem Verdunster unschlüssig ist, findet eine ausführliche Gegenüberstellung im Ratgeber Ultraschall oder Verdunster: Der Technik-Vergleich. Und wer wissen möchte, was der Dauerbetrieb kostet, findet Rechenbeispiele im Ratgeber Luftbefeuchter Stromverbrauch.