Raumklima & Erkältungszeit
Luftbefeuchter in der Erkältungszeit: Was er leisten kann
Trockene Heizungsluft fühlt sich in der Erkältungszeit oft unangenehmer an — was ein Luftbefeuchter dabei wirklich verändert.
Sobald die Heizperiode beginnt und gleichzeitig die ersten Erkältungen kursieren, fällt vielen Menschen die trockene Raumluft besonders auf. Ein Luftbefeuchter wird dann schnell als vermeintliche Lösung gehandelt. Wichtig ist dabei eine realistische Erwartungshaltung: Ein Gerät verändert das Raumklima, nicht den Verlauf einer Erkrankung. Dieser Ratgeber ordnet ein, was ein Luftbefeuchter in dieser Jahreszeit tatsächlich leisten kann.
Warum trockene Heizungsluft in der Erkältungszeit stärker auffällt
Sobald Heizkörper laufen, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen häufig deutlich ab. Wer erkältet ist, nimmt eine sehr trockene Raumluft dabei oft als unangenehmer wahr als sonst — etwa in Verbindung mit einer verstopften Nase oder einem gereizten Hals. Welche Feuchtigkeitswerte im Winter grundsätzlich als angenehm gelten, erklärt der Ratgeber Optimale Luftfeuchtigkeit im Winter. Hintergründe zum Zusammenspiel von Heizung und Raumluft liefert außerdem Luftbefeuchter gegen trockene Heizungsluft.
Was ein Luftbefeuchter leisten kann — und was nicht
Ein Luftbefeuchter beeinflusst die Umgebungsluft im Raum, nicht die Ursache einer Erkältung. Er ist kein Medizinprodukt und keine Behandlung, sondern lediglich ein Hilfsmittel für ein ausgeglicheneres Raumklima. Manche Menschen empfinden ein weniger trockenes Zimmer subjektiv als angenehmer für Nase und Rachen — eine allgemeingültige, medizinisch belegte Wirkung auf den Krankheitsverlauf lässt sich daraus aber nicht ableiten. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf ein Gerät, sondern auf Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und im Zweifel ärztlichen Rat.
Wer gerade keinen elektrischen Luftbefeuchter anschaffen möchte, kann in der Erkältungszeit auch auf einen einfachen, stromlosen Verdunster am Heizkörper zurückgreifen. Er arbeitet unauffällig im Hintergrund mit, ohne Stromkosten oder zusätzliche Reinigungsintervalle für Ultraschall-Technik.
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Gerade wenn im Haushalt jemand erkältet ist, sollte der Wassertank eines Luftbefeuchters besonders regelmäßig geleert, gereinigt und getrocknet werden — stehendes Wasser ist grundsätzlich ein guter Nährboden für Keime. Die passende Vorgehensweise beschreibt der Ratgeber Luftbefeuchter richtig reinigen. Füllen Sie außerdem möglichst frisches Wasser nach, statt Restwasser tagelang im Tank zu belassen.
Die richtige Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Statt nach Gefühl zu befeuchten, lohnt sich ein Hygrometer, um die tatsächliche Luftfeuchtigkeit im Raum zu kontrollieren. So vermeiden Sie sowohl zu trockene als auch dauerhaft zu feuchte Luft, die wiederum Schimmelrisiken begünstigen kann. Wie Sie die Anzeige richtig einordnen, erklärt der Ratgeber Hygrometer richtig nutzen.
Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten
Dieser Ratgeber ersetzt keine medizinische Beratung. Bei hohem Fieber, starken oder länger anhaltenden Beschwerden, Atemnot oder wenn sich der Zustand verschlechtert, sollten Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt wenden, statt sich auf ein Raumklima-Gerät zu verlassen. Ein Luftbefeuchter kann bestenfalls einen Beitrag zu einem angenehmeren Raumklima leisten — mehr nicht.